Donnerstag, 12. Oktober 2017

12 von 12 - Oktober 2017

Guten Morgen!
Ich finde ja, das Tollste am Erwachsensein ist, dass  man sich die besten Geschenke selbst kaufen kann. Und weil ich auf meiner Baltikumsreise gemerkt habe, dass ich fast nur mit dem iPhone fotografiert habe bzw meine große Kamera nach drei Stunden Spaziergang durch Riga doch recht schwer war, hab ich mir eine neue kleine Kamera gegönnt. Ich bin gespannt!


Kein Geburtstag ohne die liebste Nachbarin!
Es gab Blumen

und etwas ganz Tolles: 

Wiederverwendbare Frischhaltewraps mit Bienenwachs beschichtet!
Sind die nicht toll? Und die riechen so gut!

Und zum Frühstücken hat sie mich auch noch ausgeführt! Herrlich war das!

Und als ich wieder nach Hause kam, hatte mir meine andere Nachbarin auch noch Blumen und Schokolade vor die Tür gelegt. Hach!

Und ich bekam noch ein selbstgemaltes Bild von der Tochter der liebsten Nachbarin ;o)


Ratet mal, was das ist?

Am Nachmittag hab ich schnell noch eine hübsche Nadel für meinen letzte Woche genähten Mantel gekauft (zeig ich euch noch)

und Butterkuchen und Laugenkastanien gekauft, denn ...

... die letzten zehn Tage hatte ich statt drei plötzlich vier Kinder, weil wir einen französischen Austauschschüler hier hatten und darum hab ich dann auch meinen Geburtstag abends stilecht in der Cafeteria der Schule gefeiert ;o)

 Vielen Dank fürs Gucken und für die ganzen Glückwünsche!

LG von Caro




Donnerstag, 5. Oktober 2017

Buchempfehlung: "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky

Selten habe ich ein so wunderschönes Buch gelesen wie "Was man von hier aus sehen kann" von Marina Leky*:
Ich weiß gar nicht, wie ich dieses Buch beschreiben soll. Hätte ich den Klappentext gelesen, hätte ich es wahrscheinlich nicht gekauft ("Immer, wenn Selma von einem Okapi träumt, stirbt am nächsten Morgen einer im Dorf"), klang die Geschichte doch irgendwie zu seltsam und gewollt, um einen ganzen Roman zu füllen. 
Welch ein Trugschluß!

Das Buch ist in einem Stil geschrieben, den ich so noch nie gelesen habe. Ich hätte es am liebsten seitenweise abgeschrieben oder jemandem vorgelesen. Jede Beobachtung, jede Begebenheit und Metapher ist so wunderschön formuliert, dass man beim Lesen Gänsehaut bekommt. Weil man vieles so genau nachfühlen kann, sich vieles durch die gewählten Worte noch bildlicher im eigenen Kopf vorstellen kann. Und ist es nicht das, was das Lesen immer wieder so wundervoll macht? Dass man durch das Lesen eines Buches in eine Welt eintaucht, die einen durch den Stil des Autors vollkommen vereinnahmt?
Mariana Leky schafft es, einem jeden einzelnen Bewohner dieses Dorfes im Westerwald so nah zu bringen, dass man wünscht, man würde dort leben. Da sind Louise und ihr Freund Martin, ihre Eltern, der Optiker, Elsbeth, Frederik oder Marlies ... sie alle haben ihre wundervollen kleinen Eigenarten und Geschichten. Und als Leser kann man gar nicht anders, als mit ihnen zu lachen, zu lieben oder zu weinen. 

"Wenn man etwas gut Beleuchtetes lange anschaut und dann die Augen schließt, sieht man dasselbe vor dem inneren Auge noch mal, als unbewegtes Nachbild, in dem das, was eigentlich hell war, dunkel ist, und das, was eigentlich dunkel war, hell erscheint. [...]
Wenn man die Augen schließt, weil gerade eine große Sorge abgefallen ist, man jemanden oder etwas wieder gefunden hat, einen Brief, eine Zuversicht, einen Ohrring, einen entlaufenden Hund, die Sprache oder ein Kind, das sich zu gut versteckt hatte. Immer wieder taucht plötzlich dieses Nachbild auf, dieses eine, ganz bestimmte, es taucht auf wie ein Bildschirmschoner des Lebens, und oft dann, wenn man überhaupt nicht damit rechnet."

Solltet ihr also noch auf der Suche nach einem absoluten Highlight sein was eure diesjährige Lektüre angeht, dann wählt dieses Buch. Ich wünschte, ich könnte es noch einmal lesen, ohne es zu kennen.

Absolute Leseempfehlung!

LG von Caro 

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Dienstag, 3. Oktober 2017

Wusstet ihr schon? Nähen ist toll!

In letzter Zeit hab ich ganz viel für mich genäht. Schuld daran ist Bianca von Limetrees, denn sie hatte bei Instragram neue Stoffe gezeigt, die ich leider sofort kaufen musste. 
Hallo? Reiher! Blumen! Auf Sweat! Großartig!

Zum "Eingewöhnen" hab ich erst einmal auf Bewährtes zurück gegriffen und (natürlich) eine Frau Aiko (von Schnittreif) genäht, mit langen Ärmel. Damit kann man nichts falsch machen.
Aber schon lange wollte ich ein Sweatshirt nähen und nicht immer nur welche mit Kapuze. Es sollte bißchen lockerer sitzen und am liebsten Bündchen an den Armen haben. Gesucht - gefunden in "Amy" mal wieder ein Schnitt von Pattydoo, den ihr kostenlos (!) bekommt, wenn ihr den Newsletter bestellt. 

"Amy" ist ein Raglanschnitt, locker in der Passform und hinten länger als vorne. Man kann ihn mit oder ohne Bündchen unten nähen, an den Armen sind die Bündchen bißchen länger, sehr gemütlich.

Zunächst habe ich ihn in Größe 38 genäht:
 Aber durch die legere Passform ist er mir doch etwas zu locker und ohne Bündchen unten eigentlich auch schöner. Darum hab ich ihn probeweise nochmal in Größe 36 genäht (mit Stoff vom Stoffmarkt, den ich eigentlich mal für meine großen Kinder gekauft hatte, inzwischen ziehen sie so etwas natürlich nicht mehr an ("Mama! Sterne? Ernsthaft?") und siehe da - er saß viel besser!
Darum gab´s ihn gleich nochmal hinterher aus ganz schlichtem hellgrauen Sweat, aber mit coolem Patch von der Hamburger Liebe (gibt´s fertig gestickt bei Kunterbunt Design).
Ich glaube, das ist mein neuer Lieblingsschnitt *gg*, denn man munkelt, ich hätte hier noch mehr taugliche Sweatstoffe liegen ...

LG von Caro

Samstag, 30. September 2017

Buchempfehlung: "Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch" von Andreas Steinhöfel

Ich weiß, der Herbst hat gerade erst angefangen, aber wir alle ahnen, dass die Adventszeit dann nicht mehr weit ist. Und was gibt es Schöneres, als eingekuschelt unter einer Wolldecke im Wohnzimmer mit all seinen Kindern um einen rum, etwas vorzulesen? Ok, das ist manchmal ganz schön chaotisch, weil jeder in der Nähe des Vorlesers sitzen will, das Sofa zu klein ist, man nicht gut sehen kann oder einer immer dazwischen quatscht. Außerdem ist es gar nicht so einfach, Bücher zu finden, die für Kinder verschiedener Altersgruppen noch etwas sind. Mit den Büchern von Andreas Steinhöfel aber liegt man immer richtig.
Und wisst ihr was? 
Es gibt endlich einen neuen Band von Rico und Oskar, diesen beiden wunderbaren Kinderfiguren, die man sofort ins Herz geschlossen hat: 

Diesmal wird in der Dieffe Weihnachten gefeiert und natürlich geht alles schief, denn ein Schneesturm bricht aus. Und ich weiß selber noch nicht, welche Katastrophen noch passieren, aber ich freue mich jetzt schon, mit meinen Kindern das neueste Abenteuer zu lesen und die ganzen Bewohner des Hauses wiederzusehen. Manmanman!

LG von Caro

PS: Die Verfilmungen der Bücher sind übrigens auch sehr empfehlenswert!
 
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Montag, 25. September 2017

Apfeliger Apfelkuchen mit Apfel

Letzte Woche war mir spätnachmittags bzw abends plötzlich danach, ein neues Apfelkuchenrezept auszuprobieren. Ich liebe Apfelkuchen, alle anderen Kuchen können sich schön danach in die Reihe stellen. Vielleicht darf der Pflaumenkuchen noch bißchen näher ranrücken, aber der Apfelkuchen ist und bleibt mein Lieblingskuchen. Natürlich backe ich ihn schon in vielen Varianten (zB als Blechkuchen oder die sehr beliebten Apfelsemmel), dieser Kuchen ist wieder ganz anders. Es ist nur ganz wenig Teig, den man eigentlich gar nicht wahrnimmt, dafür sehr, sehr saftig duch die Apfelspalten und irgendwie anders, eben ein 

Apfeliger Apfelkuchen mit Äpfeln

Für eine Springform braucht man:
5 säuerliche Äpfel
Zitronensaft
2 Eier
250 g Zucker
1 Beutel Vanillezucker
100 g flüssige Butter
100 g Mehl
1/2 Beutel Backpulver
100 ml Milch
Puderzucker

Die Äpfel werden geschält, geviertelt und dann in ganz dünne Scheiben geschnitten. Am besten in einer Schüssel gleich mit dem Zitronensaft vermischen, sonst werden sie braun.
Alle anderen Zutaten miteinander mit einem Rührbesen verrühren, bis ein fester und dickflüssiger Teig entsteht. Die Äpfel untermischen.
Das Ganz kommt jetzt in eine gefette, mit Mehl bepuderte Springform und bei 180 °C für 45 Minuten in den vorgeheizten Ofen. 
Rausnehmen und dick mit Puderzucker bestäuben und am besten noch lauwarm essen.
Viel Spaß beim Nachbacken!

LG von Caro

Donnerstag, 21. September 2017

Ausprobiert: Strickjacke Carina (von Pattydoo)

Schon lange möchte ich mir eine Strickjacke und nicht immer nur Sweatshirts nähen. Aber oft sind die Schnitte für meine Figur zu großzügig geschnitten oder ihnen fehlt der besondere Pfiff. Carina von Pattydoo aber hat das Zeug zum Lieblingsschnitt.

Meine erste Variante hab ich streng nach Anleitung genäht (das mach ich übrigens immer so, auch wenn ich etwas Neues koche oder backe - erst streng nach Rezept und dananach wird dann ggf. angepasst):

Der im Oktober erscheinende Knit Step von der Hamburger Liebe ist fast zu dick für den Schnitt, aber macht die ganze Strickjacke unglaublich gemütlich.
Besonders gut gefällt mir die Rückenansicht, die durch die beiden Vorderteile gebildet wird

Ein paar Tage später hab ich dann gleich noch die nächste Variante genäht:
diesmal aus Big Knit (auch von der Hamburger Liebe), der sehr viel dünner ist. Diese Strickjacke gefällt mir richtig gut, ich hab nämlich zusätzlich das Bündchen am Kragen nur zur Hälfte zugeschnitten, was bei mir viel schöner sitzt, finde ich.

Und die Rückenansicht aus diesem Stoff ist auch einfach hübsch:

LG von Caro

Dienstag, 12. September 2017

12 von 12 - September 2017

 Guten Morgen!
Kleine Menschen sind leider krank und mussten heute zu Hause bleiben.

Darum hab ich die Gunst der Stunde genutzt und in Wohn- und Esszimmer oben an den Fensterrahmen endlich Deckenhaken angebracht, damit später im Winter die Fensterdeko frei hängen kann und nicht immer an die Scheibe klappert.

Im hohen Norden ist auch der Herbst inzwischen angekommen, darum hab ich über meine frisch genähte Bienen-Aiko die Strickjacke gezogen. In der litauischen Sprache gibt es bezüglich der Bienen übrigens eine Besonderheit: der Mensch und die Bienen sind die einziegn Lebenwesen, die sterben. Alle anderen Tiere verenden. So als ob nur die Biene und der Menschen gleichwertig sind. Angesichts des immer stärkeren Bienensterbens finde ich das berührend und erschreckend zugleich, va wenn man weiß, welche Auswirkungen das Aussterben der Bienen hätte. Der Bienenstoff "Honey Bee" ist natürlich von der "Hamburger Liebe" und kommt ab Oktober zum Stoffhändler eures Vertrauens.


Dienstag, 5. September 2017

Kommt ihr mit ins Baltikum? Teil 4 - Literaturtipps

Mein Bericht wäre nicht vollständig, wenn ich euch nicht auch noch Bücher rund um das Baltikum empfehlen würde. Reiseführer habe ich bewußt nicht rausgesucht, da kann jeder sein Lieblingsexemplar in der Buchhandlung wählen, je nach Art der Reise geplanten Reise. Die Auswahl ist so groß und vielfältig wie das Baltikum selbst.
Stattdessen möchte ich euch Bücher empfehlen, die ich teilweise erst nach meiner Reise gekauft habe und jetzt mit großem Interesse lese:


1. Geschichte der baltischen Länder" von Ralph Tuchtenhagen*
Wer einen schnellen und kompakten Überblick über die drei baltischen Länder vom Mittelalter bis heute haben möchte, ist mit diesem Buch gut beraten. Viele Burgen und Kirchen zB der Schwertbrüder kann man auch heute noch besuchen und erfährt so etwas über die geschichtlichen Hintergründe.

2. "Ich muss erzählen" von Mascha Rolnikaite*
1941 besetzen die Deutschen Litauen. In Wilna wird ein Ghetto für die jüdische Bevölkerung errichtet unter ihnen auch Mascha, ihre Mutter und ihre drei Geschwister. Dies ist ihr Tagebuch.

3. "Reise in Polen" von Alfred Döblin*
Ein Klassiker, der Döblins Reise zu seinen jüdischen Wurzeln im Jahre 1924 beschreibt, bevor die Deutschen Polen überfielen.

4. "Das Ende des Imperiums" von Thomas Kunze und Thomas Vogel*
Unbedingt empfehlenswert! Erzählt wird in kurzen Reiseberichten vom neuen Leben in den ehemaligen Sowjetrepubliken, nicht nur im Baltikum. Viele Zahlen und Fakten runden jeden Bericht ab.

5. "Der Verrückte des Zaren" von Jaan Kross*
Historischer Roman und vielleicht der bekannteste aus dem Baltikum, der zur Zeit von Zar Alexander I. spielt.

6. "Hunde von Riga" von Henning Mankell*
Laut meinem Buchhändler der beste Mankell. Mal gucken ;o)

7. "Fegefeuer" Sofi Oksanen*
Dieses Buch lese ich gerade. Es ist grausam und faszinieren zugleich. Erzählt wird die Geschichte der beiden Schwestern Aliide und Ingel, die während des zweiten Weltkrieges in Estland aufwachsen.

8. "Vilnius - Eine Stadt in Euopa" von Tomas Venclova*
Für jeden, der (wie ich) noch mehr als in den Reiseführern steht, über die Geschichte Vilnius erfahren will.

9. "Bloodlands - Europa zwischen Hitler und Stalin" von Timothy Snyder*
Der Hitler-Stalin-Pakt mit seinem geheimen Zusatzprotokoll ist von zentraler Bedeutung, will man die Geschichte des Baltikums im Zweiten Weltkrieg verstehen.

10. "Wolfskind" von Ingeborg Jacobs*
Das Schicksal Liesabeth Ottos, die vollkommen auf sich allein gestellt 1945 von Ostpreußen auf der Flucht vor der Roten Armee ins Baltikum flieht. Wolfskinder waren zB Kinder, die Unterschlupf bei litauischen Bauern fanden, die die halb verhungerten Kinder in ihre Familien aufnahmen. Viele dieser Kinder erfuhren erst viel später, dass sie gar keine Litauer waren. Interessant dazu auch dieser Artikel im Spiegel: "Wolfskinder"

11. "Paradiesstraße" von Ulla Lachauer*
Die Lebensgeschichte der Bauerstochter Lena Grigoleit, die 1910 an der Memel aufwächst und dorthin nach ihrer Deportation nach Sibirien zurück kehrt.

12. "Ostpreußen - Geschichte un Mythos" von Andreas Kossert*
Umfassende Geschichte Ostpreussens, ua mit Kapiteln über die Kuren und natürlich der Zeit des Nationalsozialismus.

Viel Spaß beim Stöbern!

LG von Caro

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Samstag, 2. September 2017

Kommt ihr mit ins Baltikum? Teil 3 - Litauen

Als ich von unterwegs mit einer Freundin hin- und herschrieb und sie fragte, wo ich gerade sei und ich "In Litauen!" antwortete, kam voller Mitleid zurück "Du Arme, was um Himmels willen machst Du denn im Sommer in Litauen?"
So oder ähnlich wäre vor dieser Reise wahrscheinlich auch meine Reaktion gewesen. Litauen als potentielles Reiseland? Nein Danke! Ich hatte ja keine Ahnung! Und ich übernehme keine Haftung dafür, dass auch bei euch Litauen plötzlich einen Platz ganz oben auf der Reiseliste einnimmt.

Litauen grenzt an Weißrussland, Polen, Lettland, die Exklave Kaliningrad und natürlich die Ostsee. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist katholisch. 

Mein erster Stopp in Litauen war darum der "Berg der Kreuze":
Auf zwei Hügeln, die man über Holzbrücken durchqueren kann, haben die Litauer nach und nach einen Wallfahrtsort geschaffen, der mich stark beeindruckt hat. 

Freitag, 1. September 2017

Kommt ihr mit ins Baltikum? Teil 2: Lettland

Bereit für den nächsten Teil meiner Reise? 
Dann kommt mit nach Lettland. 
Ein Land, das es einem nicht leicht macht, wie ich finde, der russische Schatten hängt auch heute noch tief über diesem Land. Kein Wunder: zwar besteht die Bevölkerung zu 60% aus Letten, die anderen 40% jedoch sind fast überwiegend Russen, Weißrussen und Ukrainer, deren Familien teilweise durch Stalins Umsiedlungspolitik ins Land kamen, während unter seiner Schreckensherrschaft Zehntausende Balten verschleppt oder ermordet wurden. 
Nachdem auch Lettland 1991 unabhängig wurde, versagte die Regierung den dort lebenden Russen seine Staatsbürgerschaft. Lette durfte nur werden, dessen Vorfahren bereits vor 1940 ins Land gekommen war oder nachwies, dass er die lettische Sprache beherrschte. Ansonsten bleibt man auch heute noch staatenlos, man darf weder wählen noch gewählt werden. Viele ältere in Lettland lebende Russen haben darum einen sowjetischen Pass, doch dieses Land existiert nicht mehr. Einen lettischen Pass würden sie nur bekommen, wenn sie nachweisen könnten, dass sie entweder bereits vor 1940 ins Land kamen oder lettisch sprechen, doch viele Russen weigern sind. Und weil sie seit 2007 ohne Visum in die EU reisen und im Gegensatz zu den Letten auch kein Visum für Russland brauchen, sehen viele auch heute nicht die Notwendigkeit diese zu lernen. Warum auch soll man Lettisch lernen, wenn fast die Hälfte des Landes Russisch spricht?

Dies vorweg geschickt startete meine Reise in Riga, der größten Stadt des Baltikums. Was für ein Gewusel auf den Straßen, Massen an Touristen jeder Nationalität laufen staunend durch die Gassen und Musiker spielen an jeder Ecke. 

Lohnenswert ist natürlich zum einen die Altstadt, stehen dort doch Bauten aus der Sowjetzeit neben dem Dom oder der Petrikirche. 
Leider wurde das Schwarzhäupterhaus gerade renoviert und war komplett eingerüstet, ebenso das Freiheitsdenkmal. Empfehlen kann ich einen Besuch in der ehemaligen KGB-Zentrale, liest und betrachtet man die dort ausgestellen Fundstücke läuft es einem eiskalt den Rücken runter.

Mittwoch, 30. August 2017

Kommt ihr mit ins Baltikum? Teil 1: Estland

Wie schreibt man über eine Reise, die eigentlich zu schön war, um sie in Worte zu fassen? Die die perfekte Mischung aus Kultur, Geschichte, Natur und Kulinarik bot? Die einen entführt in drei Länder, die zu Europa gehören, einem aber fremd und doch vertraut durch ihr Vergangenheit sind? 

So erging es mir die letzten 14 Tage auf meiner Reise durch das Baltikum.
 

Gestartet habe ich meine Tour in Estland, genauer gesagt in Tallinn. 
Nur zwei Stunden mit der Fähre nach Norden und man wäre in Helsinki und das merkt man dieser Stadt auch an. Sie ist sehr nordisch, sehr offen, unglaublich internetaffin (in der Altstadt gibt es überall freies WIFI) und fröhlich. 

Samstag, 26. August 2017

Verliebt ...

... in die Länder und Leute des Baltikums. 
Aber erst einmal muss ich zu Hause wieder ankommen, Mitbringsel, Wäsche und Fotos sortieren und dann ist der Blog vorletzte Woche auch noch 10 Jahre alt geworden! Aber alles zu seiner Zeit.

LG von Caro

Samstag, 12. August 2017

12 von 12 - August 2017

Guten Morgen!
Angesichts von angesagtem Dauerregen ging heute ohne Kaffee gar nichts.

Spontanes Zuschneiden einer Kapuze, denn der Tubekragen an meinem bereits genähten Sweatshirt gefiel mir nicht mehr.

Also abtrennen

Kapuze annähen, passt, fertig!


Donnerstag, 10. August 2017

Aufgetankt ...

... und erst die Hälfte der Sommerferien um. 
Herrlich!

LG von Caro

Dienstag, 25. Juli 2017

Ferienleseliste

Die Sommerferien sind endlich im hohen Norden angekommen, auch wenn das Wetter das anscheinend noch nicht ganz verstanden hat und meint, es könne sich mit Dauerregen und Luftfeuchtigkeit wie im Dschungel aus der Affäre ziehen. Um am nächsten Tag strahlenden Sonnenschein zu präsentieren. Nichtsdestotrotz heißt Ferienzeit bei mir ja auch immer Lesezeit und ich zeig euch mal, was mich in den Urlaub begleitet. Wobei es oft dann am Ende ganz andere Bücher geworden sind, die mir die Zeit vertrieben haben:

Nicht mitfahren dürfen diesmal die typischen Jugendbücher, denn irgendwie hab ich mich an ihnen "überlesen": die tausendste Geschichte über ein junges Mädchen mit ungeahnten magischen Kräften, die ihren Traumprinzen trifft oder das Mauerblümchen den unverstandenen Badboy oder oder oder langweilt mich immer mehr, so dass ich mehr und mehr wieder zu Romanen für Erwachsenen oder besonderen einzelnen Jugendbüchern greife. 

Vielleicht ist ja noch der ein oder andere Tipp für euch dabei?

LG von Caro

PS:
Noch eine kleine Anekdote gefällig?
Als ich zu meinen Kindern meinte: "Ihr nehmt bitte auch jeder ein Buch mit in die Ferien!", meinte der eine Zwilling (14) zum anderen: "Sie hat  nur mitnehmen gesagt!"
...

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